Wie Manager wieder glaubwürdig werden

Die Diskussion im verlorenes Vertrauen in Manager und Management hat mit der Wirtschaftskrise neue Brisanz erlangt. Covey bezeichnet in seinem neuen Buch "Schnelligkeit durch Vertrauen" als die wichtigste und gleichzeitig am häufigsten unterschätzte wirtschaftliche Ressource überhaupt. Der Beitrag fasst seine zentralen Thesen zusammen.

31.07.2009
Managementtrends

1. Wer, Wann, Wo ?

erschienen in managerSeminare. Das Weiterbildungsmagazin, Heft 137, August 2009, S. 29-34Autor: Stephen M. R. Covey ist Mitbegründer und CEO von CoveyLink Worldwide und leitet den globalen Beratungsbereich "Speed of Trust" bei FranklinCovey. Zu seinem Spezialthema "Vertrauen im Management" hält der Sohn des berühmten Managementvordenkers Stephen R. Covey weltweit Vorträge.

Kontakt: SpeedofTrust(at)franklincovey.de

2. Woher, Wohin, Warum ?

In einer global vernetzten Welt flachen Hierarchien immer weiter ab. Informationen und Daten können problemlos, schnell und kostengünstig um die ganze Welt verschickt werden. Zudem konkurrieren immer mehr Menschen in immer mehr Tätigkeitsbereichen. Das Ergebnis wird als neue flache Ökonomie bezeichnet. In einer solchen ist die Fähigkeit Vertrauen bei Kunden, Geschäftspartnern, Investoren und Mitarbeitern aufzubauen, auszuweiten oder wiederherzustellen eine der wichtigsten Management-Kompetenzen überhaupt. Stephen M. R. Covey's eingängige These ist hierzu: "Vertrauen wird zum zentralen Wettbewerbsfaktor”.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Stephen M. R. Covey zeigt in dem vorliegenden Beitrag, dass Vertrauen, eine oft belächelte Soft-Skill, tatsächlich funktional ist und messbare Mehrwerte zu bieten hat. Seine Gleichung hierzu lautet: Sinkt das Vertrauen, so sinkt auch die Schnelligkeit, und die Kosten steigen.Die Erkenntnis des ökonomischen Mehrwertes von Vertrauen führt im Beitrag zu der Frage was die Basis von Vertrauen ist und wie man dieses aufbauen kann. Covey führt hier den Begriff der Glaubwürdigkeit an. Die Voraussetzungen für Glaubwürdigkeit benennt er im Folgenden einzeln:

  • Selbstvertrauen: Damit meint der Autor die ureigene innere Stärke und die Fähigkeit andere diese spüren zu lassen.
  • Integrität: Damit ist zum Einen Ehrlichkeit gemeint, zum Anderen den Mut in Übereinstimmung mit den eigenen Werten und Überzeugungen zu handeln.
  • Gute Absichten: Damit ist das spürbare Streben nach beiderseitigem Vorteil gemeint.
  • Fähigkeiten: Hier ist permanente Weiterbildung, die heutzutage in dynamischen Umwelten notwendig ist angesprochen, vor allem das Wissen um Trends und Entwicklungen.
  • Resultate: Hier sind tatsächlich greifbare Ergebnisse gemeint, die als Erfolg gewertet werden.

Der Autor erläutert die Elemente und beschreibt anhand von Beispielen ihre Bedeutung. Außerdem beinhaltet der Beitrag einen Selbsttest der eigenen Glaubwürdigkeit.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen?

Der Beitrag ist im Grunde für jeden interessant, da Vertrauen in jeder (Arbeits-) beziehung von Bedeutung ist und ihr Gelingen und Scheitern beeinflusst.

5. Wie einzuschätzen?

Covey zeigt nachvollziehbar auf, dass Vertrauen nicht nur ein Soft-Skill von "weichen" Führungskräften ist, sondern tatsächlich einen messbaren Mehrwert bietet und somit auch im Arbeitsleben unabdingbar und erstrebenswert ist. Leider ist der Beitrag inhaltlich etwas knapp, man wünscht sich mehr Wirtschaftsbeispiele. Insgesamt aber lesenswert.