Change Management - SGO Themenabend

An diesem Themenabend der SGO wurden die Komponenten eines erfolgreichen Change Managements dargestellt und erläutert. In der Podiumsdiskussion äußerten sich Praktiker zu konkreten Projekten, Ansätzen, Erfahrungen sowie Erfolgen und Misserfolgen.

1. Wer, Wann, Wo ?

  • Referent: Prof. Dr. Wilfried Krüger , Professor für Unternehmensführung und Organisation, Justus-Liebig-Universität, Giessen
  • Podium: Hélène Mourge d'Algue , Informatikstrategieorgan Bund ISB, Eidgenössisches Finanzdepartement EFD, Bern Jürg R. Hälg , Business Partner, ABP Assessment AG, Zug Otmar Zanettin , Pirvate Banking Operations, Credit Suisse, Zürich
  • Moderation: Prof. Dr. Robert J. Zaugg , Universität Freiburg
  • Zeit/Ort: Mittwoch, 24. Juni 2009, Zunfthaus zur Meisen

2. Woher, Wohin, Warum ?

Auf der Grundlage des 3W-Modells führte Prof. Dr. Krüger die Bedeutung der drei Elemente

  • Wandlungsbedarf,
  • Wandlungsfähigkeit und
  • Wandlungsbereitschaft

aus. Um mit Veränderungsprojekten Erfolg zu haben, braucht es hohe Anteile bei diesen drei Elementen. Entlang dem Wandlungsprozess zeigte Prof. Krüger mit einer Vielzahl von Stolpersteinen, warum Veränderungen, 'Changes' , oftmals nicht gelingen.

Ein Instrument, um diese Stolpersteine zu identifizieren, stellt das eic-Barometer dar. Auf den Achsen Wandlungsbereitschaft und Wandlungsfähigkeit kann ein Veränderungsvorhaben im Hinblick auf seine Umsetzungschancen beurteilt werden.

  1. Falls der Wandlungsbedarf erkannt und die Wandlungsbereitschaft und Wandlungsfähigkeit vorhanden sind, spricht man von "Excellence in Change" (7).
  2. Fehlt es sowohl an Wandlungsbereitschaft als auch an Wandlungsfähigkeit, so entsteht ein Reformstau (1).
  3. Ist zwar Wandlungsfähigkeit vorhanden und der Bedarf identifiziert, fehlt es aber an der nötigen Bereitschaft, so ist mit Willensbarrieren zu rechnen (6).
  4. Wäre umgekehrt die Bereitschaft zum Wandel vorhanden, mangelt es aber an den notwendigen Fähigkeiten, dominieren Fähigkeitsdefizite (2).

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3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

In der von Prof. Dr. Robert J. Zaugg geführten Diskussion, wurden entlang von Wandlungsbedarf und Wandlungsfähigkeit verschiedene Aspekte und Fragen angesprochen. So wurde u.a. erörtert, ob es eine Rolle spielt, dass der Wandlungsbedarf von innen oder von außen kommt und welche Schnittmengen zwischen Leadership und Change Management bestehen. In den Schlussstatements wurden verschiedene, aus der Praxis stammende, Erfolgsfaktoren herausgestellt, deren Beachtung und Anwendung besondere Aufmerksamkeit bedürfen und die für jeden Change Management-Prozess von herausragender Bedeutung sind:

  • Dringlichkeit
  • Klares Ziel
  • Leadership
  • What's in for me?
  • Unternehmenskultur
  • Stakeholder-Analyse
  • Persönliche u. ständige Kommunikation
  • Transparenz
  • Glaubwürdige, authentische Führung
  • try it, do it, fix it
  • Ausdauer

Klar wurde aber auch: erschöpfend kann das Thema Change Management in dieser kurzen Zeit nicht behandelt werden.

4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen ?

Der Themenabend und dieser Kurzbeitrag richtet(e) sich insbesondere an Führungskräfte wie auch interne und externe Berater, Organisatoren und für Change Management verantwortliche Stabsmitarbeitende.

5. Wie einzuschätzen ?

Eine kurze und prägnante Auffrischung des 3W-Modells von Prof. Krüger. Anregende Anstöße, das eigene Verständnis von Change Management zu überprüfen.

Das Buch in der 4. Auflage zum Thema Change Management:

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