Konfrontation Generation@-Digital Natives als Herausforderung für Organisationen

Eine neue Generation von Arbeitnehmern wächst heran. Unter dem Sammelbegriff der Digital Natives beschreibt der Autor die Besonderheiten einer neuen Generation von Arbeitnehmern und zeigt auf welche Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten, sich daraus für Organisationen ergeben können – für Organisationen, die noch mehrheitlich von einer Generation der Digital Immigrants geprägt sind.

1. Wer, Wann, Wo?

Der Autor Maximilian Prorok ist studierender Offizier an der Universität der Bundeswehr München. Seine Studienschwerpunkte sind Internationales Management, Arbeits- und Organisationspsychologie und Personalwirtschaft. "Konfrontation Generation@- Digital Natives als Herausforderung für Organisationen"entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes am Lehrstuhl für Internationales Management von Prof. Dr. Hans A. Wüthrich.

2. Woher, Wohin, Warum?

Organisationen befinden sich derzeit in einer Phase des personellen Wandels. Die derzeitigen Führungskräfte, welche die aktuellen Organisationsstrukturen und -abläufe geprägt haben, treffen auf junge Organisationsmitglieder, die durch andere Rahmenbedingungen geprägt wurden. So wurden letztere in ihrer Entwicklung durch die neuen Informations- und Kommunikationsplattformen maßgeblich beeinflusst. In der Literatur wurde dieser Generation der Name "Digital Natives" gegeben. Diese stehen den "Digital Immigrants" - also der Generation vor 1980 - gegenüber, die nicht in diesem Umfeld aufgewachsen sind. Dies kann zu Konflikten zwischen diesen beiden Generationen führen. Gegenstand dieser Arbeit ist die Fragestellung, welchen Herausforderungen sich Organisationen stellen müssen, um dieser Generation gerecht zu werden.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse?

Im ersten großen Abschnitt der Arbeit wurden, nach vorhergehender Definition der zentralen Begriffe, kulturelle Merkmale der Digital Natives näher beleuchtet und Besonderheiten dieser Generation näher dargestellt. Dabei war festzustellen, dass die Kultur durchaus sehr stark durch das Internet geprägt wurde und sich somit von der Kultur der Digital Immigrants unterscheidet. Dies schlägt sich auch in den Anforderungen an einen potenziellen Arbeitgeber nieder. Ein zentraler Unterschied ist die Akzeptanz von Veränderungen. Während die Digital Immigrants diesen eher skeptisch betrachten, stellt dieser für die Digital Natives beispielsweise etwas Selbstverständliches dar. Daher wurde als zentrale Herausforderung der Wandel an sich herausgearbeitet.

Diese erforderlichen Anpassungen an Struktur und Kultur werden im Hauptteil der Arbeit beleuchtet. Hier wurde konstatiert, dass die Ansprüche der Digital Natives an Organisationen gerade im Bereich von Flexibilität und vertrauensbasierter Kooperation noch nicht ausreichend erfüllt wurden. Auch die Bereitschaft, sich stetig zu verändern, ist oftmals nur sehr unzureichend ausgeprägt. Dies kann zu einer ineffizienten Ausnutzung des hohen Kreativpotentials der Digital Natives führen. Begründet ist dies durch den hohen Stellenwert von Arbeitszufriedenheit und Selbstverwirklichung in ihrem Leben. Alles in Allem müssen Organisationen dafür Sorge tragen, dass beide Generationen gegenseitiges Verständnis für ihre Denkweisen entwickeln müssen, um Reibungsverluste zu vermindern und den Generationenwechsel vollziehen zu können.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen?

Diese Arbeit ist sowohl für Wissenschaftler als auch für interessierte Manager geeignet. Es sind keinerlei themenspezifische Vorkenntnisse notwendig. Das Dokument bietet einen guten Überblick über die Thematik und kann als Grundlage für eine vertiefende Betrachtung verwendet werden.

5. Wie einzuschätzen?

Der Autor gibt einen interessanten und kurzweiligen Einblick in die zukünftigen Anforderungen an Organisationen, die sich aus den Besonderheiten einer neuen Generation von Arbeitnehmern ergeben.

Konfrontation .pdf