Wie aus Ideen Innovationen werden. Kreativität als Strategie

Es klingt paradox – viele Unternehmen, die sich gezielt mit der Förderung von Kreativität auseinandersetzen und Innovationen proaktiv fördern wollen, landen häufig im Kreativitätsstau. Ausgehend von diesem identifizierten Phänomen stellt der Autor Jens-Uwe Meyer bündig die häufigsten Missverständnisse über Kreativität dar.

1. Wer?, Wann?, Wo?

«Wie aus Ideen Innovationen werden. Kreativität als Strategie»; erschienen in: managerSeminare – Das Weiterbildungsmagazin, April 2009, Heft 133, S. 38-42.Der Autor: Uwe Meyer, Lehrbeauftragter für "Corporate Creativity" an der Handelshochschule Leipzig; Unternehmer und mehrfacher Autor zum Thema Kreativität.

 

2. Woher?, Wohin?,

Warum?Kreativität ist in aller Munde. Für Trendforscher ist Kreativität längst eine Schlüsselkompetenz und Unternehmen versprechen sich durch die Integration kreativer Mitarbeiter und der gezielten Förderung von Kreativität einen Wettbewerbsvorteil. Doch trotz zahlreicher Kreativitätsinitiativen kommt für viele Unternehmen am Ende keine messbare Verbesserung oder wirkliche Innovation heraus. Ausgehend von dieser Problematik stellt der Autor fünf Missverständnisse im Umgang mit Kreativität vor.

 

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Fünf Irrtümer über Kreativität:Beschränkungen blockieren Kreativität: Der menschliche Geist ist so konzipiert, dass er nur unter konkreten Herausforderungen zur kreativen Hochform kommt. Ein völlig freies Laufenlassen der Gedanken, ohne klar formulierte Aufgaben, führt meist direkt in eine Kreativitätsblockade.Kreativität lässt sich in Prozesse zwängen: Der Versuch, Innovationsabläufe zu standardisieren, bedeutet in der Regel das schnelle Aus kreativer Ideen. Kreative Vielfalt lässt sich nicht normieren und wird durch vorgegebene Prozessstrukturen im Keim erstickt. Gute Ideen sind Selbstläufer: Falsch, selbst der beste Einfall bleibt ergebnislos wenn es an Konzeptkreativität mangelt – also an innovativen Strategien der Umsetzung.Es mangelt an Ideen: Der Ideenmangel - ein leider viel zu oft gehörter Trugschluss. In Unternehmen fehlt es nicht an den Ideen sondern es gibt erhebliche Mängel in der Umsetzungskonsequenz. Verrückt sein fördert die Kreativität: Es gibt keinen einzigen Hinweis dafür, dass Verrücktheit die Kreativität anregt. Diese weit verbreitete Interpretation hält sich hartnäckig weil kreative Lösungen dem Betrachter häufig verrückt erscheinen.

 

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Der Artikel eignet sich für am Phänomen Kreativität interessierte Praktiker und Studenten.

 

5. Wie einzuschätzen?

Jens-Uwe Meyer gelingt eine interessante und kurzweilige Darstellung der fünf häufigsten Irrtümer über Kreativität und belegt darüber hinaus alle identifizierten Missverständnisse mit anschaulichen Beispielen.

Weiterführende Literatur:

Papmehl, André; Gastberger, Peter; Budai, Zoltan (Hrsg.): Die kreative Organisation; Gabler Verlag, Wiesbaden 2009.

Meyer, Jens-Uwe: Das Edison-Prinzip; Campus Verlag, Frankfurt am Main 2008.