Intellectual Capital Reporting - ein Vergleich von vier Ansätzen

Wie kann ich als Unternehmen intellektuelles Kapital erfassen und bewerten? Bis heute gibt es keinen Standard für die Art und Weise der Bilanzierung dieser schwer greifbaren Vermögensart. Vor diesem Hintergrund geben die Autoren Daniela Grübel, Klaus North und Günther Szogs einen vergleichenden Überblick über vier bereits entwickelte Methoden des Intellectual Capital Reportings.

1. Wer?, Wann?, Wo?Die Autoren:Dipl.-Bw. Daniela Grübel; Referentin der Geschäftsführung bei LHI Leasing GmbH, München.Prof. Dr.-Ing. Klaus North; lehrt internationale Unternehmensführung am

Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Wiesbaden.Günther M. Szogs; Commerzbank AG, Zentraler Servicebereich, Information Technology Support, Leiter Skill Resources, Frankfurt.Der Originalartikel

"Intellectual Capital Reporting – ein Vergleich von vier Ansätzen" ist in der Ausgabe 01/2004 der zfo erschienen und wurde exklusiv für das org-portal bereitgestellt. Registrierte Nutzer und

registrierte Mitglieder der gfo und der SGO können die Langfassung zu diesem Kurzformat auf dem org-portal einsehen. 2. Woher?, Wohin?, Warum? Der Erfolg eines Unternehmens wird in zunehmendem Maße

durch sein intellektuelles Kapital, d.h. seine Mitarbeiter, Prozessorganisation und Kunden bestimmt. Um dieses immaterielle, unsichtbare Vermögen eines Unternehmens darzustellen, wurden in den

vergangenen Jahren die ersten sogenannten Wissensbilanzen veröffentlicht.Im vorliegenden Artikel stellen die Autoren vier Methoden des Intellectual Capital Reportings vor und wenden die Methoden

dabei auf eine Unternehmenseinheit an. Abschließend werden die einzelnen Ergebnisse anhand eines hierfür entwickelten Kriterienkatalogs verglichen und bewertet. 3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse? Die

unterschiedlichen Ansätze der Bilanzierung von intellektuellem Unternehmenskapital werden auf eine Unternehmenseinheit der Commerzbank AG, der Abteilung für IT Skill Resources, angewendet.

Nachfolgende Methoden werden dabei zur Bewertung herangezogen und untereinander verglichen:A) The Danish Guideline for Intellectual Capital StatementsB) Austrian Research Center SeibersdorfC)

Mehrstufiges Indikatorensystem nach North et al.D) IC RatingTM nach EdvinssonNach der Anwendung der einzelnen Verfahren werden diese mittels 13 verschiedenen Kriterien verglichen und ausgewertet. Die

Dimensionen sind dabei:Struktur- vs. Prozessorientierung / Standardisierungsgrad und Vergleichbarkeit / Transparenz des Vorgehens / Beurteiler / Zielgruppe / Bezugsgrößen / Ausgangsdaten und

Validität / Reproduzierbarkeit / Bewertungseinheiten / Gewichtung der Ergebnisse / Darstellung von Ursachen-Wirkungs-Zusammenhängen / Bezug zu finanziellen Ergebnissen / Aussagekraft des Ergebnisses.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?Der Artikel gibt einen guten Überblick über vier umfassend entwickelte Methoden zur Bewertung von Intellectual Capital und empfiehlt sich für Personen, die sich

mit der Frage nach einer Bilanzierung dieser schwer greifbaren Vermögensart beschäftigen. 5. Wie einzuschätzen? Mit der Frage nach einer angemessenen Bilanzierung von immateriellem, intellektuellem

Kapital von Organisationen bewegen sich die Autoren in einem spannenden Forschungsfeld mit noch großem Entwicklungspotential - bis heute gibt es keine Standards für diese Art des Reportings. Umso

empfehlenswerter erscheint der vorliegende Vergleich von vier bereits existierenden Methoden.

Daniela Grübel_Klaus North_Günther Szogs_Intellectual Capi_1.pdf