Erfolgsabhängige Vergütung: Welche Faktoren führen zu einer Motivationssteigerung bei Topmanagern?

Die Autoren beschäftigen sich im vorliegenden Artikel mit der Systematik erfolgsabhängiger Vergütungssysteme. Neben der literaturbasierten Untersuchung von Möglichkeiten der Motivationssteigerung und der Förderung unternehmerischen Denkens überprüfen die Autoren in einem zweiten Schritt empirisch ihre Ergebnisse durch Befragungen von Führungskräften. Ziel ist die Analyse der erfolgsbestimmenden Determinanten variabler Vergütungssysteme.

1. Wer?, Wann?, Wo? Die Autoren: Prof. Dr. Elke Wolf ist Professorin an der Fachhochschule München. Prof. Dr. Miriam Beblo ist Inhaberin der Professur für Institutionenökonomik und angewandte

Mikroökonomik an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin.Prof. Dr. Thomas Zwick ist Inhaber der Professur für Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der

Originalartikel "Erfolgsabhängige Vergütung: Welche Faktoren führen zu einer Motivationssteigerung bei Topmanagern?" ist in der Ausgabe 02/2005 der zfo erschienen und wurde exklusiv für das

org-portal bereitgestellt. Registrierte Nutzer und registrierte Mitglieder der gfo und der SGO können die Langfassung zu diesem Kurzformat auf dem org-portal einsehen. 2. Woher?, Wohin?,

Warum?Strategien für Leistungsanreize sind ein vielschichtig diskutierter Themenkomplex und aus der Managementliteratur nicht mehr wegzudenken. Einen immer stärker und häufiger thematisierten Anteil

nehmen erfolgsabhängige Vergütungssysteme ein. 86% aller deutschen Führungskräfte werden variabel vergütet, was die Aktualität der Diskussion zu belegen scheint. Obwohl ein breiter Konsens über die

Förderung unternehmerischen Denkens und eine Motivationssteigerung durch erfolgsabhängige Vergütungssysteme zu bestehen scheint, sind die konstituierenden Erfolgsfaktoren der Systeme bisher nur

vereinzelt empirisch untersucht worden. Die Autoren leisten einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke indem sie in einem ersten Schritt literaturbasiert aufzeigen, welche positiven Motivationseffekte

theoretisch entstehen können um dann in einem zweiten Schritt diese Erkenntnisse anhand einer Befragung von Führungskräften empirisch zu überprüfen. 3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?Dieser Beitrag

zeigt auf Basis einer Befragung von Topmanagern, unter welchen Bedingungen die Einführung oder Umgestaltung eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems einen positiven Motivationseffekt erzielen kann.

Im vorliegenden Beispiel kann dieser prinzipiell am ehesten erreicht werden, wenn die Betroffenen dem neuen Vergütungssystem zustimmen. Bei Systemskeptikern wirkt alternativ eine Erhöhung der

Bonuszahlungen motivationssteigernd, während ein geringerer Bonus den gegenteiligen Effekt hat. Die Motivationswirkung der erfolgsabhängigen Vergütung wird nicht zuletzt auch durch eine geringe

Volatilität der Berechnungsgrundlage, das Gefühl, die Auszahlung durch eigene Leistung beeinflussen zu können, und eine gute Informationspolitik des Unternehmens während der Einführungsphase erhöht.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?Der Beitrag eignet sich für Leser, die an einer Analyse der Erfolgsdeterminanten von variablen Vergütungssystemen interessiert sind. Die Autoren präsentieren

über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur hinaus ihren empirischen Nachweis. 5. Wie einzuschätzen?Die Autoren legen den Schwerpunkt ihrer Diskussion gezielt auf eine Überprüfung der

praktischen Relevanz erfolgsabhängiger Vergütungssysteme und verdeutlichen somit gleichzeitig die Vielschichtigkeit der erfolgsbestimmenden Determinanten. Einmal mehr wird wieder deutlich, wie

komplex und hoch anspruchsvoll ein Management in der Praxis von theoretisch plausiblen Konzepten sein kann.

zfo_2_2005_Beblo_Wolf_Zwick.pdf