Change Management – Sind Führungskräfte fit für die Veränderung?

Vom Wandel betroffene Akteure durchlaufen oft die gesamte Palette emotionaler Reaktionen, positiv wie negativ. Führungskräfte sollten in solchen Situationen das entsprechende Verhalten zeigen, um den Veränderungsprozess optimal unterstützen und leiten zu können. Prof. Thomas Bartscher umreißt in seinem Artikelentwurf die Anforderungen an ein umfassendes Emotionenmanagement.

1. Wer, Wann, Wo ?Prof. Dr. Thomas Bartscher ist Professor für Personalführung, Organisation und Dienstleistungsmanagement sowie Vizepräsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften –

Fachhochschule Deggendorf. Darüber hinaus ist er Managing Director des Deggendorf Institute of Management & Technology (dimt) und der MBA/Master-Weiterbildungsstudiengänge der Hochschule

Deggendorf. Bei dem vorliegenden Beitrag handelt es sich um einen Artikelentwurf, der die Leistungsanforderungen von Führungskräften in Zeiten des Wandels zum Thema hat. 2. Woher, Wohin, Warum ?Ziel

des vorliegenden Artikelentwurfs ist es, die Anforderungen an Führungskräfte in Veränderungsprojekten herauszustellen, deren Veränderungsverhalten und mögliche Steuerungsmöglichkeiten zu diskutieren,

um Widerständen und Gefahren frühzeitig und erfolgreich begegnen zu können.3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?Bevor sich die Einstellung der vom Wandel betroffenen Akteure in Organisationen der Einsicht

über die Notwendigkeit einer Veränderung öffnen kann, durchlaufen diese typischerweise einen emotionalen Prozess, der durch Vorahnungen, Schockreaktionen und Abwehrverhalten geprägt ist. Auf

Frustration folgt die notwendige Trauerarbeit, an deren Ende die emotionale Akzeptanz des Geschehenen steht. Letztere markiert den Beginn der Öffnung für die Veränderung, welchem schließlich die

Umsetzung im Verhalten folgt.Führungskräfte müssen in solchen Situationen diese emotionalen Reaktionen erkennen, sie richtig interpretieren und den Veränderungsprozess mitsamt seinen Problemfeldern

tragen und leiten. Ebenso gilt es, Veränderungserfolge schnell zu generieren und zu unterstützen, damit die notwendige Einstellungs- und Verhaltensakzeptanz unter den Betroffenen nachhaltig

sichergestellt werden kann. Hierzu müssen Führungskräfte in der Lage sein, in Abhängigkeit der emotionalen Reaktionen unterschiedliche Haltungsdimensionen glaubhaft zu vertreten. Der mit

Veränderungsprozessen oft einhergehende Informationsvorsprung bei Führungskräften kann bei der Vermittlung hilfreich sein. Die Aufgaben von Führungskräften im Wandel lassen sich daher klar umreißen:

Informieren – Kommunizieren – Trainieren – Reflektieren – Coaching – Mentoring gehören zum Anforderungskatalog eines umfassenden Emotionenmanagements. 4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen

?Angesprochen werden mit diesem Artikelentwurf vor allem Führungskräfte. Unabhängig von Branche und Unternehmensgröße klärt dieser über die grundsätzlichen Anforderungen auf, die an Führungskräfte in

Veränderungssituationen gestellt werden. 5. Wie einzuschätzen ?Nichts ist so stetig, wie der Wandel. Dieser oft verwendete Satz hat viele Facetten. Eine essentiell wichtige ist zweifelsohne das

Management von Emotionen im Wandel und damit die situative Führung. Prof. Bartscher gelingt es mit seinem Artikelentwurf, die Zusammenhänge zwischen emotionalen Reaktionen der vom Wandel betroffenen

Akteure und dem situativ erforderlichen Führungsverhalten von Führungskräften aufzuzeigen.

Bartscher_Changemanagement.pdf