>>Der Querdenker-Faktor<<

Wie wird ein Unternehmen innovativ? Vor dem Hintergrund dieser Frage stellt Professor Robert I. Sutton in seinem Buch >>Der Querdenker-Faktor<< 11½ provozierende Ideen vor, die alle auf den ersten Blick kontraintuitiv wirken. Er ist davon überzeugt, dass zur Steigerung von Innovationen Querdenkern eine Chance gegeben werden muss denn so werden die Dinge hinterfragt, die sonst immer richtig waren und einstige schräge Ideen entpuppen sich als intelligente Lösungen.

1. Wer?, Wann?, Wo?Der Autor: Robert I. Sutton ist Professor für Management Science, Engineering und Organizational Behaviour an der Stanford Business School. Darüber hinaus ist der für viele

weltweit tätige Unternehmen als Berater tätig. Weiteres zum Autor unter: www.stanford.edu/dept/MSandE/people/faculty/sutton806x.jpg>>Der Querdenker-Faktor – Mit unkonventionellen Ideen

zum Erfolg<<, Piper Verlag GmbH München 2008, ISBN: 978-3-492-25177-8 2. Woher?, Wohin?, Warum?Seien Sie ein Querdenker, haben Sie Mut zur Eigenwilligkeit und das Ganze bitte unabhängig von

Ihrer hierarchischen Position im Unternehmen. Die Vorschläge von Robert I. Sutton klingen schräg, z.T. sogar anmaßend verrückt. In seinem Buch stellt er 11½ unkonventionelle Ideen vor und stets mit

der Begründung, dass sie allesamt der Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Unternehmen dienlich sind, ja sie sogar ruhende Innovationskräfte mobilisieren können. 3. Was?, Wie?, Welche

Ergebnisse?Sutton baut auf der Prämisse auf, dass Unternehmen erst über den mutigen Weg von Experimenten zu ihrer Exzellenz gelangen. Seine Leitprinzipien sind die Erhöhung der Varianz des

vorhandenen Wissens im Unternehmen, der Ansatz, Altes auf neue Weise zu sehen und somit auch in vielen Bereichen bewusst mit der Vergangenheit zu brechen. Den Kern seiner Ausführungen bilden dabei

die Darstellungen folgender "altbewährten" Praktiken, denen er neue, unkonventionelle Wege gegenüberstellt:824Bild2.jpgSutton begründet differenziert alle seine schrägen Ideen, nennt Beispiele aus

der Praxis und stellt jedem Kapitel einen kurzen Umsetzungsleitfaden nach. Abschließend führt der Autor generellere Verhaltensempfehlungen zur Förderung der Innovationen im Unternehmen an. 4. Für

wen?, Unter welchen Bedingungen?Das vorliegende Buch richtet sich an denjenigen Leser, der daran interessiert ist, sich durch kontraintuitiv klingende Ideen und Vorschläge auf positive Art und Weise

provozieren zu lassen über den Tellerrand zu blicken. Dabei lässt Sutton aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass seine Provokationen nicht zum Selbstzweck verfasst worden sind sondern vielmehr vor

dem Hintergrund der Prämisse einer Varianzerhöhung von Sicht- und Handlungsweisen das Unternehmen bereichern sollen und dessen Innovationspotential mobilisieren wollen. 5. Wie einzuschätzen?Bei einer

ersten und isolierten Betrachtung der einzelnen schrägen Ideen Suttons verspürt der in klassischen Managementgrundlagen geschulte Leser den Reflex der Ablehnung oder zumindest den der eingeschränkten

Zustimmung. Jedoch, im Rahmen einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit den Vorschlägen des Autors, erfährt der Leser zunehmend die grundlegende Überzeugung Suttons und erkennt, dass es ihm nicht

um die Provokation als solche geht sondern um eine Erweiterung der Betrachtungs- und Lösungsmöglichkeiten der Herausforderungen moderner Unternehmen. Was zu Beginn durchaus plakativ und

undifferenziert wirkt erscheint auf einen zweiten Blick vielversprechend und innovationsfördernd und steht so durchaus unter dem gewählten Eingangszitat des Buches: Die Frage ist nicht, was man

betrachtet, sondern was man sieht. (Henry David Thoreau)