Dynamic Capabilities

Für das nachhaltige Bestehen einer Unternehmung ist das Erarbeiten und Schützen von Ressourcen von zentraler Bedeutung. Der Dynamic Capabilities Ansatz untersucht, wie Wettbewerbsvorteile basierend auf einer ressourcenorientierten Sichtweise entstehen. Der Autor dieser Bachelorarbeit befasste sich mit dem Stand der Forschung, möglichen Forschungslücken und Entwicklungstendenzen zu diesem Thema. Dafür analysierte er Literatur im englisch- und deutschsprachigen Raum.

1. Wer, Wann, Wo ?

Urs Marthaler, Student der Wirtschaftswissenschaften der Universität Bern, hat folgende Bachelorarbeit verfasst:

  • Marthaler, Urs (2007): Dynamic Capabilities. Stand der Forschung – Forschungslücken – Entwicklungstendenzen, unveröffentlichte Bachelorarbeit am Institut für Organisation und Personal der Universität Bern, Bern 2007

2. Woher, Wohin, Warum ?

Dynamic Capabilitiessind für das nachhaltige Bestehen eines Unternehmens von grosser Bedeutung.

Die Gründe, warum ein Unternehmen Wettbewerbsvorteile hat, sind zum einen in der Marktmacht zu suchen, zum anderen in der Fähigkeit, entscheidende Ressourcen zu beschaffen und zu erhalten.

DerDynamic CapabilitiesAnsatz ergründet die Entstehung von Wettbewerbsvorteilen basierend auf einer ressourcenorientierten Sichtweise.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Diese Bachelorarbeit untersucht das Thema derDynamic Capabilitiesanhand einer umfangreichen Literaturanalyse im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Nachfolgend werden die drei unterschiedlichen Definitionsansätze des Dynamic Capabilities Ansatzes erläutert:

  • Definition über die Abgrenzung zu den Substantive Capabilities:Hier sind Autoren wie López (2005), Winter (2003) oder Zahra/Sapienza/Davidsson (2006) zu nennen, welche dieDynamic Capabilitiesals eine Stufe in einer Hierarchie von Kompetenzen auffassen. UnterSubstantive Capabilitieswerden Kompetenzen verstanden, mit welchen aktuelle Herausforderungen eines Unternehmens gemeistert werden können.Dynamic Capabilitiessind Kompetenzen einer höheren Stufe, welche das Verändern von Unternehmensprozessen ermöglichen.
  • Definition über die Abhängigkeit zu einem dynamischen Marktumfeld:An dieser Stelle sind die Autoren Teece/Pisano/Shuen (1997), Eisenhardt/Martin (2000), McGuinness/Morgan (2000) und Wang/Ahmed (2007) zu nennen. Diese Autoren sind der Auffassung, dassDynamic Capabilitiesnur in einem dynamischen Marktumfeld möglich sind.
  • Andere Definitionen:Des Weiteren sind die Autoren Makadok (2002), Helfat/Peteraf (2003) und Schreyögg/Kliesch (o.J.) zu nennen. Diese drei Autoren können nicht den ersten beiden Kategorien zugeteilt werden, weil sie dieDynamic Capabilitiesnicht erklären, sondern diese als Grundlage für andere Ansätze benützen.

Der Autor zeigt in einem weiteren Schritt basierend auf der analysierten Literatur Forschungslücken auf. Zudem zeigt er mögliche Entwicklungstendenzen dieser Forschungsrichtung auf.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Die Arbeit ermöglicht einen Einblick in die Literatur überDynamic Capabilities. Sie ermöglicht Praktikern und Theoretikern einen ersten Einstieg in das interessante Thema der Kompetenzentwicklung.

5. Wie einzuschätzen ?

Die Arbeit ist gut strukturiert. Sie setzt sich in einem ersten Teil mit den Begriffen Personalerhaltung, Arbeitszufriedenheit und Motivation auseinander. Anschliessend wird das "Zürcher Modell" der Arbeitszufriedenheit vorgestellt, sowie die Arbeitszufriedenheit in Zusammenhang mit dem Commitment und den Persönlichkeitsmerkmalen gesetzt.

Dynamic Capabilities.pdf