Selbstmanagement: Nicht Zeit, sondern Energie ist unsere wichtigste Ressource

In seinem Beitrag gibt Tony Schwartz einen Überblick über das Konzept "Die Disziplin des Erfolgs" welches sich an die Arbeit seines Kollegen mit Spitzensportlern anlehnt. Das Ziel ist es Energie, als Fähigkeit Arbeit zu verrichten, systematisch auszubauen und zu erneuern.

1. Wer, Wann, Wo ?

erschienen in Harvard Business manager, Februar 2008, S. 68-77, Autor: Tony Schwartz

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Das Buch zum Text: Schwartz, T., Loehr, J.: Die Disziplin des Erfolgs. Von Spitzensportlern lernen. Energie richtig managen. Econ 2003

Der Autor: Tony Schwartz ist Gründer und CEO von The Energy Project in New York. Die Unternehmensberatung hilft Firmen und Führungskräften, ihre Energien effektiver einzusetzen.

317www.theenergyproject.com

2. Woher, Wohin, Warum ?

Es besteht heutzutage ein ungeschriebener Vertrag zwischen Arbeitgebern und –nehmern: Beide Seiten versuchen, so schnell wie möglich und so viel wie möglich voneinander zu profitieren. Der Autor und seine Kollegen von "The Energy Project" befinden dieses Verhalten als schädlich für beide Seiten. Die Beschäftigten fühlen sich mehr und mehr überlastet und ausgebrannt und die Unternehmen müssen sich mit Arbeitnehmern zufrieden geben die sich nicht voll für ihre Arbeit engagieren.In seinem Beitrag beschreibt Tony Schwartz einen neuen Vertrag von dem beide Seiten profitieren können.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Die Ausbeute von Arbeitnehmern und auch die Selbstausbeute von Führungskräften ist ein immer häufiger anzutreffendes Phänomen im Arbeitsalltag. Tony Schwartz und seine Kollegen haben ein Konzept entwickelt welches hilft, Energie wiederzuerlangen und Aufgaben effektiver und effizienter zu bewältigen.

Diesem Konzept liegt folgende Erkenntnis zugrunde: Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. Beim Menschen speist sich die Energie aus vier Quellen: Körper, Emotionen, Verstand und das Empfinden von Sinnhaftigkeit. Laut Schwartz ist es möglich, an jedem dieser vier Punkte anzusetzen, um seine Energie systematisch auszubauen und zu erneuern. Dafür braucht es Rituale, die zunächst bewusst vollzogen werden. Ziel ist es aber, diese möglichst schnell unbewusst und automatisch ablaufen zu lassen. Schwartz beschreibt diese vier Punkte etwas genauer, um leichter mögliche Rituale zu finden:

Körper: Führungskräfte sollten regelmäßige Pausen, Bewegung und bewusste Ernährung in ihren Arbeitsalltag integrieren. Das ist der schwierigste Punkt, weil er womöglich eine neue Unternehmenskultur erfordert.

Emotionen: Sie lassen sich bewusst steuern, etwa mit der Entscheidung, Mitarbeitern regelmäßig Anerkennungzu schenken oder Probleme mit einer positiveren Einstellung zu betrachten.

Verstand: Wer auf jede E-Mail reagiert, braucht viel länger für seine eigentliche Aufgabe. Rituale helfen Managern ihre Konzentration zu stärken und bei der Arbeit Prioritäten zu setzen.

Sinn: Die meisten Führungskräfte denken kaum darüber nach, was sie gut und gerne tun. Dabei kann diese Überlegung der Schlüssel zu ihrer Energie sein – ebenso wie die Frage, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist.

Der Beitrag veranschaulicht die Erfolge des Konzeptes beeindruckend an namhaften Beispielen wie Sony oder Ernst & Young.

Augenscheinlich sind die vier Ansatzpunkte des Konzeptes von "The Energy Project" offensichtlich und nichts Neues. Allerdings ist es umso erstaunlicher wie wenig sich Führungskräfte damit beschäftigen und auch beherzigen. Der Artikel bietet einen Energie-Check-up fürManager, mit dessen Hilfe die derzeitige Energiebilanz festgestellt werden kann: Ein spannender und individueller Einstieg.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Vor dem Hintergrund des grassierenden Burn-out-Syndroms und auch des Pendants Bore-out-Syndrom, ist die Steigerung der persönlichen Energie und der seiner Mitarbeiter ein wertvoller Ansatz für jeden Manager.

5. Wie einzuschätzen ?

Der Artikel von Schwartz weckt Interesse an dem Konzept, sich selbst und sein Unternehmen auf seine Energiebilanz zu überprüfen und gibt umsetzbare Anregungen, diese zu verbessern.