Integrierter Organisations-, Qualifikations-, Prozess- und Wissensmanagementansatz zur Kompetenzentwicklung und Nichtimitierbarkeit von Unternehmensressourcen

Die vorhandenen Ressourcen müssen möglichst wirtschaftlich eingesetzt werden, damit ein Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig bleiben kann. In diesem Artikel wird ein Framework (Rahmenkonzept) vorgestellt, welches zur systematischen Kompetenzentwicklung beitragen soll. Es geht insbesondere darum, die Schlüsselprozesse optimal zu gestalten, damit die Kernkompetenz mit Hilfe des Wissensmanagements gesichert werden kann. Einen wichtigen Stellenwert in diesem System hat die aktive Einbeziehung der Mitarbeitenden bei der Ausgestaltung der Prozesse. Dieses integrierte Konzept wird seit 20 Jahren eingesetzt und laufend praxisorientiert weiterentwickelt.

1. Wer, Wann, Wo ?

Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner, Professor an der Fachhochschule Hannover im Bereich Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik, hat folgenden Artikel verfasst:

  • Binner, Hartmut F. (2007): Integrierter Organisations-, Qualifikations-, Prozess- und Wissensmanagementansatz zur Kompetenzentwicklung und Nichtimitierbarkeit von Unternehmensressourcen, Hannover 2007 (9 Seiten)

2. Woher, Wohin, Warum ?

In der heutigen Zeit ist es wichtig, schwer imitierbare Ressourcen als Differenzierungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz aufzubauen.

Damit das gelingt, müssen die Ressourcen Realkapital, Organisationales Kapital und das Humankapital optimal gebündelt werden.

In diesem Artikel wird ein Konzept vorgestellt, welches zur systematischen Kompetenzentwicklung beitragen soll.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Professor Binner stellt ein Rahmenkonzept vor, mit welchem nichtimitierbare Unternehmensressourcen entwickelt werden sollen.

Das Framework beinhaltet die sechs Phasen Vision, Vorgabe/Leitbild/Lernkultur, Identifikation der Schlüsselprozesse, Identifikation der Schlüsselkompetenzen, Kernkompetenzwissensspeicher sowie der Evaluierung und Kompetenzbilanzierung auf individueller und organisatorischer Ebene.

Nachfolgend werden die ersten drei Phasen genauer betrachtet:

  • Vision:Als erstes werden die Erfolgspotenziale sowie die Erfolgsfaktoren einer Unternehmung bestimmt. Aus dieser Analyse wird die optimale Strategie abgeleitet. Als nächstes werden die Ziele der gewählten Strategie festgelegt.
  • Vorgabe/Leitbild/Lernkultur:Nur wenn das Lernumfeld stimulierend, d.h. ein möglichst angstfreies Klima vorherrscht, werden effektive Lernprozesse wie z.B. Experimentieren mit neuen Ansätzen angewendet. Damit ein solches Klima entstehen kann, müssen die Mitarbeitenden wertgeschätzt werden, indem sie sich aktiv einbringen können und ihre Anstösse seriös geprüft werden.
  • Identifikation der Schlüsselprozesse:In dieser Phase wird die Organisation der Prozesse betrachtet und die werttreibenden Faktoren ermittelt. Ziel dieses Schrittes ist die Verbesserung der einzelnen Prozesse durch Organisationsveränderungen.

Die in diesem Artikel beschriebene Vorgehensweise ist gekennzeichnet durch die aktive Einbeziehung der Mitarbeitenden bei der Gestaltung der Prozesse, wodurch das Committment für die Institution erhöht wird.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Dieser Artikel ist für Praktiker und Theoretiker geeignet, die sich mit dem Thema der individuellen und organisationalen Kompetenzentwicklung befassen.

5. Wie einzuschätzen ?

Das Konzept zur Kompetenzentwicklung wird in komprimierter Weise auf neun Seiten beschrieben. Für Interessierte wird auf zusätzliche Literatur des Autors mit vielen hundert Seiten hingewiesen. Das Thema wird aufgrund der Verschärfung des Wettbewerbs an Bedeutung gewinnen.

Integrierter Organisations-, Qualifikations-, Prozess- und Wissensmanagementansatz.pdf