Möglichkeiten und Grenzen systemischer Aufstellungsarbeit in Organisationen

"Aufstellungen liefern keine absoluten Wahrheiten, sondern bestenfalls Hypothesen - und die müssen nach Ansicht der Autoren in der Realität auf ihre Relevanz und Tauglichkeit überprüft werden."

1. Wer, Wann, Wo ?

Jan Schlüter, Diplompsychologe und Projektleiter für strategische Kompetenzentwicklung bei der Audi AG, Ingolstadt und Christof Kreimeyer, Diplompsychologe und Geschäftsführer von Solutions Network in Wriedel, haben folgenden Artikel verfasst:

  • Möglichkeiten und Grenzen systemischer Aufstellungsarbeit in Organisationen, PERSONALFÜHRUNG 5/2005, S. 50-55

2. Woher, Wohin, Warum ?

"Welche Chancen bietet die Aufstellungsarbeit im organisationalen Kontext, und welche Grenzen sind hier zu beachten? Aufstellungsarbeit in Organisationen befindet sich nach Ansicht der Autoren noch in der Pionierphase. Umso wichtiger sei es, die Methode Schritt für Schritt auszuprobieren und auszuwerten. Dabei folgen die Autoren in ihrer Praxis dem Grundsatz, dass ein individuelles Beratungsanliegen über die Wahl der Methodik entscheidet. Das gilt auch für die Aufstellungsarbeit, die beide neben anderen Simulationsverfahren (zum Beispiel Psychodrama) nutzen."

Die Autoren skizzieren ihr Grundverständnis von Aufstellungsarbeit (als personengebundenes Simulationsverfahren) und erläutern praktische Bezüge im Kontext der Personalentwicklung und des Managementtrainings.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Die Autoren sehen die Aufstellungsarbeit, wie viele andere auch, nicht als Alleinlösung sondern, vielmehr als Teil eines Ganzen an. Sie empfehlen somit, die Aufstellungsarbeit verknüpft mit weiteren Methoden anzuwenden, da der Anwendung der Aufstellungsmethoden gerade in Bezug auf die Interventionstiefe deutliche Grenzen gesetzt sind. "Dies gilt insbesondere für regressive und aufdeckende therapeutische Arbeit mit diesem Instrument." Trotz aller Faszination für die Aufstellungsmethode, muss man sich vor Augen führen, dass sie klassische Formen von Managemententwicklung nicht ersetzen kann.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Der Artikel richtet sich an Führungspersonen und Personalleiter sowie anderweitig Interessierte Personen, welche sich für dieses Thema begeistern können, aber auch seine Grenzen erkennen wollen.

5. Wie einzuschätzen ?

Die Ansicht der Autoren wurde sehr sachlich und korrekt formuliert. Auch der Text ist sehr verständlich und ohne grosses Fachjargon gut zu verstehen.