Die Rückkehr des Hofnarren

"Der moderne Hofnarr ist ein charmanter Flaneur, der mit leichtem Gepäck reist. Wo er mit am Tisch sitzt, ändern sich die Spielregeln"

Aus zahlreichen Geschichten und Anekdoten setzen die Autoren die Fragezeichen tiefer auf der Suche nach dem Hofnarren in unserer Zeit.

Die Rückkehr des Hofnarren Einladung zur Reflexion – nicht nur für Manager 1. Wer?, Wann?, Wo? Wüthrich / Winter / Philipp: Die Rückkehr des Hofnarren : Einladung zur Reflexion – nicht nur für

Manager!, Herrsching am Ammersee 2001, ISBN: 3-936179-01-8 Autoren: Prof. Dr. Hans A. Wüthrich - Inhaber des Instituts für internationales Management der Universität der Bundeswehr München und -

Partner der B&RSW AG Zürich, Management Consultants für strategische Unternehmensentwicklung. Dr. Andreas Philipp - Partner der PhilOs Managementberatung München - Lehrbeauftragter für BWL,

integriertes Management und Ethik in Luzern und München Prof. Dr. Wolfgang Winter - Lehrt Betriebswirtschaft, Schwerpunkt International Management, an der University of Cooperative Education (BA)

Heidenheim - Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik sowie Autor und Herausgeber mehrerer Bücher. 2. Woher?, Wohin?, Warum? Das Buch, dessen Inhalte bereits auf einer Vortragsreihe in

allen großen Städten Deutschlands und der Schweiz vor über 5000 Gästen begeistert aufgenommen wurden, beginnt mit einem Vergleich von historischen Höfen mit modernen Organisationen, um in der Pointe

aufzuzeigen: uns fehlt der Hofnarr! Diese Figur steht für die institutionalisierte Fähigkeit zur Reflexion und Intervention, um die täglichen Tücken von Wahrnehmung und Kommunikation zu meistern. Mit

Blick auf die heutigen Anforderungen in Management aber auch im Privatleben gehen die Überlegungen aber noch einen Schritt weiter. Der eigentliche Witz lautet: „Jeder muss sein eigener Narr sein!“

Das Buch verrät, was dies für den einzelnen bedeutet und wie jeder diese ernst gemeinte Einladung mit Humor annehmen kann. 3. Was ?, Wie?, Welche Ergebnisse? Der Hofnarr galt über drei Jahrhunderte,

bis ins 18. Jahrhundert, als eine Institution der Reflexion. Trotz vieler parallelen zwischen den Höfen der Vergangenheit und den Wirtschaftspalästen der Gegenwart (Vgl. S. 17 ff.) – „der heiligen

Herrschaft“, „dem Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern“, „den Rollenspielen“, ja selbst die Organigramme waren ähnlich – fehlt doch genau dieser „Lord of Disorder“ (S. 45). Es wäre falsch aufgrund

dieses Vergleichs zu glauben, dass die Autoren lediglich die Wiedereinführung eines institutionalisierten Narren fordern würden, denn wie die Geschichte des Hofnarren belegt (S. 43 ff.), war die

Wirkung häufig nur begrenzt und seine Existenz dem Untergang geweiht. Die heutigen Anforderungen in Management und Privatleben verlangen nach mehr: Unsere Wahrheitsillusionen, der Konsenszwang dem

wir uns unterwerfen, der Glaube an Steuerbarkeit und das ständige Ohnmachtsgefühl, dem wir uns ausgesetzt sehen verlangt nicht nach der Institution des "Chief Court Jester", denn auch historisch war

sein Erfolg begrenzt (S. 99). Die Autoren gehen weit darüber hinaus: - Wir sind selbst gefordert! - „Denn im Kern ging es immer um die Fähigkeit, neben sich zu treten, sich zu beobachten, sich selbst

zu hinterfragen und die Situation zu durchleuchten, um dann sagen zu können: ICH NARR“ (S: 103). Darauf aufbauend gibt dieses Buch im letzten Teil spannende und hilfreiche Anregungen zum Unterbrechen

und Überdenken. „Faites vos jeux!“ 4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen? Auf 150 Seiten trägt das Buch dem Problem Rechnung, dass gerade diejenigen, die viel lesen müssen, in der Regel wenig Zeit

dafür haben: Manager, Unternehmer und Führungskräfte. Vor allem für diese Zielgruppe bringt es die Kernbotschaften in handlichem Format präzise auf anschauliche und humorvoll Art auf den Punkt.

Besonders hilfreich ist ein beigelegtes Pocket-Memory, das die wichtigsten Botschaften nochmals zusammenfasst. 5. Wie einzuschätzen ? Gemäß der Einleitung: Primär für Wirtschaft und Management, aber

auch für andere Disziplinen hinterfragt die Edition Auszeit Spielregeln und vermeintliche Selbstverständlichkeiten und offeriert alternative Perspektiven.