Personalmanagement: Mehr Nachhaltigkeit

Thom fordert mehr Nachhaltigkeit im Personalmanagement. Möglich ist dies nur auf der Basis von langfristig ausgerichteten Denk- und Handlungsansätzen, welche alle Handlungen steuert.

1. Wer, Wann, Wie ?Prof. Dr. Norbert Thom ist Direktor des Instituts für Organisation und Personal der Universität Bern. Er verfügt über eine umfangreiche Lehr-, Forschungs- und Beratungserfahrung,

unter anderem im Bereich des Personalmanagements.Thom hat folgenden Aufsatz veröffentlicht:Thom, Norbert (2002): Personalmanagement: Mehr Nachhaltigkeit, In: Basler Zeitung, 160. Jg. 2002, Nr. 87, S.

15 2. Woher, Wohin, Warum ?Die vermehrte Konzentration der Unternehmen auf ihr Kerngeschäft ging meist einher mit Umstrukturierungen, Teilbereichschliessungen, Auslagerungen bis hin zu Verkäufen von

Geschäftseinheiten. Diese Massnahmen waren grösstenteils mit Versetzungen und/oder Personalabbau verbunden. Die "Zurückgebliebenen" bleiben jedoch im Ungewissen, wann die nächste Reorganisation sie

treffen könnte. Diese Ungewissheit lähmt die Mitarbeitenden und deshalb müssen viele Arbeitgeber ihr Personalerhaltungskonzept überdenken. 3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?Die langfristige, sozial

verantwortliche und wirtschaftlich zweckmässige Gewinnung, Entwicklung, Erhaltung und Freistellung von Mitarbeitenden wird die zentrale Herausforderung des zukünftigen Personalmanagements in einem

dynamischen Umfeld sein. Die Unternehmen bzw. öffentliche Institutionen sind gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen anzubieten, die den Einsatz von Instrumenten im Rahmen eines nachhaltigen

Personalmanagements zu ermöglichen. 4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?Dieser Beitrag ist für Praktiker sowie Theoretiker gleichermassen lesenswert. In naher Zukunft wird sich die oben genannte

Problematik nicht drastisch verändern. Gerade aus diesem Grund sollte dem Arbeitgeber wie dem Arbeitnehmer die Bedeutung der "Arbeitsmarkttauglichkeit" kein Fremdwort sein. Das Konzept der

"Employability" ist eine Chance für den Arbeitnehmer, deren er sich auch bewusst sein sollte. 5. Wie einzuschätzen ?Der Autor ist der Meinung, dass in der Personalerhaltung am besten vom Grundsatz

"happy to stay but able to go" auszugehen ist. Gerade unter den heute herrschenden Bedingungen ist diese Themenstellung nicht zu vernachlässigen! Die Langfassung enthält den 3-seitigen

Original-BaZ-Artikel.Weiter führende Informationen über die zugrunde liegende Studie findet der interessierte Leser in: Zaugg, Robert J./Blum, Adrian/Thom, Norbert (2001), Nachhaltiges

Personalmanagement, Spitzengruppenbefragung in europäischen Unternehmungen und Institutionen, Arbeitsbericht Nr. 51 des Instituts für Organisation und Personal der Universität Bern.Diese Studie zeigt

einen ersten Vorstoss für eine breite Ist-Aufnahme bei unterschiedlichen, an Personalfragen besonders interessierten Unternehmungen im europäischen Raum (rund 1'000 Personalchefs aus 8 Ländern). Der

Bericht geht auf erste statistisch ermittelte Trends aus der Befragungsaktion ein.Der genannte Arbeitbericht ist erhältlich unter: www.iop.unibe.ch (Forschung/Publikationen/Arbeitsberichte)

Personalmanagement_Mehr Nachhaltigkeit.pdf