Wenn Leistung allein nicht voranbringt

Steeger fordert, dass Projektleiter ihre Karriereplanung zum eigenen Projekt machen sollten, denn auf dem beruflichen Weg des Projektmanagers gibt es viele Probleme zu überwinden.

1. Wer, Wann, Wo ?

Autor: Steeger hat folgenden Beitrag veröffentlicht: Steeger, O. (2003): Wenn Leistung allein nicht voranbringt…, in: Projektmanagement, 3/2003, 14. Jahrgang, S. 8-12.

2. Woher, Wohin, Warum ?

Dieser Beitrag ist in das Themengebiet Projektmanagement einzuordnen. Steeger behandelt in seinem Artikel die Frage, ob Leistung allein ausreicht, um die Karriereleiter als Projektmanager emporsteigen kann.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Steeger fordert, dass Projektleiter ihre Karriereplanung zum eigenen Projekt machen sollten, denn auf dem beruflichen Weg des Projektmanagers gibt es viele Probleme zu überwinden. Häufig wird das immer höher hängen der Messlatte für sie zur Karrierefalle, denn je komplexer und anspruchsvoller das Projekt wird, desto größer wird die Gefahr eines Misserfolgs. Zudem werden Erfolge in Projekten von den Auftraggebern und den Personalverantwortlichen allzu schnell vergessen. Versuche durch mehr Leistung Aufmerksamkeit zu erlangen scheitern oft. Karriere im Projektmanagement zu machen erscheint von daher als ein sehr steiniger Weg. Viele Unternehmen beschäftigen sich nicht mit diesem Thema. Viele Projektmanager leiden deshalb unter einer Orientierungslosigkeit im Hinblick auf ihren beruflichen Werdegang. Dennoch wagen es ein paar Unternehmen v.a. aus der Softwarebranche eigene Karrieremodelle zu erproben und dauerhaft zu etablieren. Bspw. hat Lufthansa Systems ein vierstufiges Zertifizierungssystem ins Leben gerufen. Um die Karriere als Projekt zu betrachten, müssen einige Empfehlungen betrachtet werden:

  • Auf dem Weg nach oben nicht "verbrennen": Man muss seine Grenzen kennen und ggf. Hilfe bspw. von Projektberatern oder Coaches anfordern.
  • Ruhepausen einplanen: Ruhepausen sind für Projektleiter v.a. zwischen zwei Projekten notwendig, um neue Kraft zu schöpfen und um sich zu regenerieren.
  • Lebensplanung und eigene Grenzen ins Kalkül ziehen.
  • Eigene Grenzen ermitteln.

Neben diesen Empfehlungen müssen die Karrieremöglichkeiten im eigenen Unternehmen überprüft werden und ggf. ein Wechsel vorgenommen werden. Dieser Wechsel kann sowohl einen Sprung in andere Bereiche als auch in andere Unternehmen bedeuten. Außerdem muss jeder Projektmanager bemüht sein seine Kompetenz zu dokumentieren. Als Hilfsmittel dient bspw. der HCPM-Pass (Human Capital Project Management), der die Kompetenz im Projektmanagement auf Basis der Ergebnisse des jeweils zuletzt absolvierten Projekts dokumentiert. Ergänzt wird diese Kompetenzdokumentation durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für Karriereschritte. Steeger weist explizit darauf hin, dass man auch über Karrieremöglichkeiten außerhalb von Projekten nachdenken sollte. Bspw. stehen Karrierechancen im Bereich Programm-Management oder als Projektmanagement-Trainer offen.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Dieser Beitrag ist für Projektleiter geeignet, die ihre persönliche Lebensplanung in die Karriereplanung mit einbeziehen möchten.

5. Wie einzuschätzen ?

Steeger veranschaulicht deutlich, dass noch andere Dinge als die Leistung in das Karrierekalkül mit eingezogen werden müssen. Anhand von Beispielen und von Expertenmeinungen unterstreicht er seinen Beitrag.