Die 7 K's des Merger-Managements

Die Gründe für die Relevanz des Integrationsmanagements liegen unter anderem in der Globalisierung der Wertschöpfungsprozesse bei grenzüberschreitenden Transaktionen und in der Entwicklung hin zu technologie- und wissensbasierten Geschäftsmodellen. Anhand des 7 K-Modells analysiert der Autor die komplexen Aufgaben des Fusionsmanagements.

Die 7 K's des Merger-Managements – Erste Ergebnisse von qualitativ-empirischen Un-tersuchungen zum Fusionsmanagement bei wissensbasierten und kapitalbasierten Un-ternehmen Stephan A. Jansen Zeitschrift Führung + Organisation 1/2002 (71. Jg.), Seite 6-13

1. Wer?, Wann?, Wo?

Der Artikel "Die 7 K's des Merger-Managements – Erste Ergebnisse von qualitativ-empirischen Untersuchungen zum Fusionsmanagement bei wissensbasierten und kapitalbasierten Unternehmen" von Stephan A. Jansen wurde in der Ausgabe 1/2002 (71. Jg.) der Zeitschrift Führung + Organisation, Seite 6-13 veröffentlicht.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

In den letzten 100 Jahren hat sich der Markt für Unternehmen fundamental geändert. In der aktuell fünften Fusionswelle haben sich die Integrationsanforderungen deutlich erhöht. Die Gründe für die Relevanz des Integrationsmanagements liegen unter anderem in der Globalisierung der Wertschöpfungsprozesse bei grenzüberschreitenden Transaktionen und in der Entwicklung hin zu technologie- und wissensbasierten Geschäftsmodellen. Anhand des 7 K-Modells analysiert der Autor die komplexen Aufgaben des Fusionsmanagements.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Ausgangspunkt des Beitrags ist das 7 K-Modell. Es bindet alle wesentlichen Aspekte des Post-Merger-Managements in eine Gesamtstrategie ein und macht die daraus resultierenden Integrationskosten besser bestimmbar. Die 7 K's sind: Koordination der Integration, Kultur, Kunden und Ko-Produzenten, Kommunikation, Kernbelegschaft, Kernkompetenz und Know-how und Kontrolle. Auf Basis dieses 7 K-Modells werden 13 ausgewählte abgeleitete Hypothesen mittels zweier eigener empirischen Untersuchungen getestet. Zum einen wurden 103 Großtransaktionen mit deutscher Beteiligung allgemein analysiert. Zum anderen erfolgte eine fallbezogene Analyse von fünf Mehrfachaquisiteuren der High Tech-Industrie im Silicon Valley. Die Ergebnisse der Studien widerlegen die üblichen Empfehlungen der Managementliteratur. So korreliert beispielsweise die Integrationsgeschwindigkeit nicht mit dem Post-Merger-Erfolg und kulturelle Ähnlichkeit ist kein Erfolgsfaktor für Zusammenschlüsse.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Dieser Beitrag ist für Praktiker und Theoretiker deswegen gleichermaßen lesenswert und interessant, weil der Autor die üblichen Empfehlungen der Literatur eines schon seit jahrzehnten bestehenden Themas mit seinen Studien widerlegt. Auch zukünftig werden Unternehmenszusammenschlüsse eine große Rolle im Marktgeschehen spielen. Jansens Forschungen geben einen Einblick in die Gründe des Scheiterns.

5. Wie einzuschätzen?

Der Autor versteht die Ergebnisse seiner Studien als einen kleinen Beitrag zu einer zu differenzierenden Theoriebildung, die ihm vor dem Hintergrund der unverändert hohen Misserfolgsquoten von Unternehmenszusammenschlüssen notwendig erscheint. Die Langfassung enthält den 8-seitigen Original-ZfO-Artikel.

zfo_1_2002_Jansen.pdf