Ganzheitliches Wissensmanagement bei der Credit Suisse Financial Services

Dieser Beitrag zeigt auf, wie die Credit Suisse Financial Services ein ganzheitliches Wissensmanagementsystem erfolgreich eingeführt hat. Der Ansatz kann auf andere Unternehmen übertragen werden.

Ganzheitliches Wissensmanagement bei der Credit Suisse Financial Services Michael Sager/Markus Aebi Zeitschrift Führung + Organisation, 2/2003 (72. Jg.), Seite 102-106.

1. Wer?, Wann?, Wo?

Der Artikel "Ganzheitliches Wissensmanagement bei der Credit Suisse Financial Services" von Dipl. Math. ETH, lic. oec. HSG Markus Aebi und Dr. sc. techn., Dipl. Ing. ETH Michael Sager wurde in der Ausgabe 2/2003 (72. Jg.) der Zeitschrift Führung + Organisation, Seite 102-106 veröffentlicht.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

Die Autoren Sager und Aebi erläutern in Ihrem Artikel einen ganzheitlichen Ansatz für erfolgreiches Wissensmanagement, dessen Bewährtheit in der Praxis beispielhaft am gelungenen Aufbau eines Wissensmanagementsystems bei der internen Projektunterstützungseinheit der Credit Suisse Financial Services aufgezeigt wird.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Zu Beginn stellen die Autoren ein Grundgerüst zur ganzheitlichen Betrachtung von Wissensmanagement dar, welches sich aus den vier Dimensionen "Inhalt/Kontext", "Kultur", "Knowlegdemanagement-Prozesse" und "Infrastruktur" zusammensetzt. Daran anschließend werden die einzelnen Bausteine des Wissensmanagementsystems der Projektunterstützungseinheit der Credit Suisse Financial Services aufgezeigt und erläutert. Im Einzelnen handelt es sich hier um die zehn Komponenten "Bibliothek", "Toolkit", "Evening Drink", "Netzwerke", "Who-is-Who", "Alumni-Netz", "Knowledge-Portal", "Projekt-Debriefing", "Projektlandkarte" und "Research-Desk". Aufbauend auf den Erfahrungen des geschilderten Beispiels sowie Kenntnissen aus verschiedenen anderen Projekten leiten die Autoren daraufhin sechs Faktoren für ein erfolgreiches Wissensmanagement ab und erläutern diese detailliert. Die sechs Faktoren lauten:ganzheitliches Wissensmanagement-Verständnisgemeinsames Wissensmanagement-Verständnisaktive und bekennende ManagementrolleWissensmanagementsysteme sind immer auf den spezifischen Fall auszurichten; sprich: es gibt keine allgemeingültige Wissensmanagement-Lösungdie einzelnen Teile des Wissensmanagementsystems sollten schrittweise eingeführt werdenaktive Einbeziehung der Mitarbeiter in diesen Prozess

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Der Artikel zeigt eindrucksvoll, mit welchen Bausteinen ein erfolgreiches Wissensmanagementsystem aufgebaut werden kann. Er ist daher besonders empfehlenswert für Praktiker, die eine Hilfestellung, Anregungen und Beispiele zum Aufbau eines eigenen Wissensmanagementsystems suchen. Die gewonnen Ergebnisse lassen sich leicht auf andere Funktionsbereiche und Branchen übertragen und so nutzbar machen.

5. Wie einzuschätzen?

Der Beitrag bietet aufgrund des ausführlich geschilderten Beispiels, möglicher Wissensmanagement-Bausteinen sowie der theoretischen Fundierung durch das Wissensmanagement-Framework und der identifizierten sechs Faktoren für ein erfolgreiches Wissensmanagement einen guten Ein- und Überblick über dieses viel diskutierte und oft missverstandene Thema Wissensmanagement. Die Langfassung umfasst den 5-setitigen Originalartikel aus der ZfO.

zfo_2_2003_Sager_Aebi.pdf