Organisation – Quo Vadis?

Zaugg zeigt auf, wie sich die Organisationsforschung im Zeitablauf entwickelt und verändert hat.

1. Wer?, Wann?, Wo?

Der Artikel "Organisation – Quo Vadis?" von Dr. Robert J. Zaugg wurde in der Ausgabe 1/2003 (72. Jg.) der Zeitschrift Führung + Organisation, Seite 4-12 veröffentlicht.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

In dem vorliegenden Beitrag wird anhand einer Analyse von ausgewählten Zeitschriftenartikeln zum Thema Organisation eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Entwicklungstendenzen der Organisationsforschung der letzten elf Jahre gemacht. Darauf aufbauend erörtert Zaugg mögliche zukünftige Entwicklungsperspektiven innerhalb dieser Forschungsrichtung.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Zu Beginn erläutert der Autor die drei Ziele des Artikels:

  • Aufzeigen von Entwicklungstendenzen der Organisationsforschung in ausgewählten, deutschsprachigen, betriebswirtschaftlichen Zeitschriften der letzten elf Jahre,
  • Erörterung der Frage, ob sich die untersuchten Themen in eine zeitliche Reihenfolge bringen lassen, und
  • Ermittlung von Fragestellungen, mit welchen sich die Organisationsforschung in der Zukunft auseinandersetzen könnte.

In einem ersten Schritt stellt Zaugg das methodische Vorgehen seiner Arbeit dar. Für die Datenerhebung wurde die Grounded Meta-Analysis von Hossler/Scalese-Love verwendet, da diese sowohl quantitative als auch qualitative Techniken der Meta-Analyse beinhaltet. Die Datenbasis bilden Artikel aus verschiedenen Fachzeitschriften, die schlagwortartig den Begriff Organisation im Titel, Untertitel oder der Zusammenfassung enthalten.

Im weiteren Verlauf identifiziert Zaugg 20 Themengebiete, in die die Beiträge der Stichprobe eingeordnet werden können. Beispielhaft seien hier Prozessorganisation und -management, Netzwerke oder Change Management genannt. Ebenso wird hier deutlich, dass Beiträge zu gewissen Themengebiete im Zeitablauf in bestimmten Jahren vermehrt auftreten.

Um in einem zweiten Schritt eine Detailbetrachtung ausgewählter Aspekte der Organisationsforschung durchführen zu können, wurden weitere Variablen gebildet. Dies sind im Einzelnen: die Branche, die betriebliche Funktion, Rahmenbedingungen, Organisationstheorie, Gestaltungsebene, Organisationsformen, Gestaltungsparameter und Schnittstellen zu Nachbardisziplinen.

Abschließend leitet Zaugg mögliche Zukunftsperspektiven für die Organisationsforschung ab. So könnten mögliche Forschungsfelder in den Bereichen der organischen Strukturmodelle, der Meta-Organisation oder der Einbeziehung neuer Perspektiven aus Natur-, Geistes- oder Gesellschaftswissenschaft in die Organisationsforschung liegen.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Der Artikel ist für Praktiker wie Theoretiker gleichermaßen interessant. Er zeigt den Verlauf der Organisationsentwicklung über die letzten elf Jahre und ermöglicht einen Ausblick auf denkbare zukünftige Forschungsgebiete in diesem Bereich. Für Praktiker ist insbesondere der Blick auf zukünftige Felder der Organisationsforschung von Bedeutung. So können mögliche Entwicklungen schon frühzeitig antizipiert werden, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Für den Theoretiker ist nicht nur die Methode der Identifikation der bisherigen Entwicklungstendenzen in der Organisationsforschung von Interesse. Auch für ihn sind die hier angeführten Zukunftsperspektiven von Bedeutung, um zu eruieren, in welche Richtung die eigenen zukünftigen Forschungsaktivitäten zu richten sind.

5. Wie einzuschätzen?

Dieser Beitrag gestattet einen sehr guten Einblick in die zu unterschiedlichen Zeiten vorherrschenden Trends und Strömungen der Organisationsforschung des letzten Jahrzehnts. Er kann somit als eine Art "Nachschlagewerk" der Organisationsforschung angesehen werden.

Die Langfassung umfasst den 9-seitigen Originalartikel aus der ZfO.