Kommunikation im Wandel

In diesem Artikel zeigen Reiß/Bernecker die Bedeutung der Kommunikation im Wandel auf. Kommunikation ist dabei ein kritischer Erfolgsfaktor, der für das Gelingen von Veränderungsvorhaben unverzichtbar ist.

Tobias Bernecker/Michael Reiß Zeitschrift Führung + Organisation, 6/2002 (71. Jg.), Seite 352-359.

1. Wer?, Wann?, Wo?

Der Artikel "Kommunikation im Wandel" von Prof. Dr. Michael Reiß und Dipl.-Kfm. Tobias Bernecker wurde in der Ausgabe 6/2002 (71. Jg.) der Zeitschrift Führung + Organisation, Seite 352-359 veröffentlicht.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

Die Autoren Reiß und Bernecker verdeutlichen in dem vorliegenden Artikel nicht nur die Bedeutung der Kommunikation innerhalb eines Wandlungsvorhabens, sie zeigen gleichzeitig auf, dass sich die Kommunikation selbst über die letzten acht Jahre hinweg im Wandel befunden hat bzw. noch immer befindet. Zur Untermauerung und Erläuterung dieser Aussagen wurden 25 Change Agents gebeten einen quantitativ wie qualitativ aufgebauten Fragebogen auszufüllen. Die Ergebnisse dieser Befragung werden im vorliegenden Beitrag umfassend dargestellt.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

In einer kurzen Einleitung gehen die Autoren auf die Bedeutung der Kommunikation im Wandel als ein kritischer Erfolgsfaktor für das Gelingen eines Veränderungsvorhabens ein. Neben den Zielen der Informationsdarbietung sind im Wandel vor allem die eingesetzten Kommunikationsinstrumente sowie die auf diesem Wege vermittelten Informationen von besonderer Bedeutung. Der Erfolg bzw. Misserfolg einer Veränderung hängt folglich entscheidend von der Vermittlung der richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kommunikationskanal im Verlauf des Wandlungsgeschehens ab. Im Bereich der Informationsvermittlung haben sich dabei drei Komplexe besonders herauskristallisiert, die von den Autoren umfassend erläutert werden. Dies sind im Einzelnen die Verdeutlichung der Gründe, der Inhalte und der Folgen einer Veränderung für die betroffenen Mitarbeiter. Für die Vermittlung der notwendigen Informationen stehen den Change Agents unterschiedliche Kommunikationsinstrumenten zur Verfügung, die sich in die vier Oberklassen "Vorhandene Einweg-Informationsinstrumente", "Vorhabensspezifische Einweg-Informationsinstrumente", "Vorhandene Zweiweg-Kommunikationsinstrumente" und "Vorhabensspezifische Zweiweg-Kommunikationsinstrumente" einordnen lassen. Im weiteren Verlauf des Beitrags werden von den Autoren ausgewählte Kommunikationsinstrumente detailliert beschrieben und mit den Ergebnissen der Befragung angereichert Daran anschließend gehen Reiß und Bernecker noch genauer auf die Rolle der elektronischen Medien im Wandlungsprozess ein. So kann zwar eine zunehmende Zahl von Einsätzen elektronischer Medien und gleichzeitig eine abnehmende Zahl von Einsätzen klass. Instrumente wie Rundschreiben und Aushänge verzeichnet werden, dennoch sind mit dem Einsatz von E-Mails, Intranet-Lösungen und Co. nicht nur Chancen sondern auch Risiken verbunden. Der Beitrag schließt mit einem kurzen Fazit der beiden Autoren.

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Insbesondere für Praktiker ist dieser Beitrag lesenwert, da Wandlungsvorhaben in unterschiedlichen Ausprägungen heute schon fast zum Tagesgeschäft gehören. Zur Sicherung des Erfolges eines Veränderungsprozesses ist die Kommunikation im Wandel von besonderer Bedeutung. Der Praktiker findet in diesem Beitrag eine detailliert Beschreibung möglicher Kommunikationskanäle und -instrumente. Bei der Entscheidung, welche Instrumente wie am besten eingesetzt werden und was man lieber nicht tun sollte, helfen ihm hier die Meinungen anderer Praktiker sowie die zu einzelnen Instrumenten dargestellten Vor- und Nachteile. Die in dieser Studie aufgezeigten Ergebnisse sind allgemeingültig, nicht brachenabhängig und lassen sich leicht auf das eigene Wandlungsvorhaben übertragen.

5. Wie einzuschätzen?

Der vorliegende Beitrag von Reiß und Bernecker befasst sich ausführlich mit dem besonderen Aspekt der Kommunikation innerhalb eines Veränderungsprozesses. Die aufgezeigten Kommunikationskanäle und -instrumente werden dabei eindrucksvoll mit Meinungen aus der Praxis untermauert. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass heute die Zweiwege-Kommunikation als direkte Austauschmöglichkeit von Informationen von den befragten Change Agents präferiert wird. Damit verbunden lässt sich ein Wandel in der Nutzungssequenz unterschiedlicher Kommunikationsinstrumente feststellen. Der Einsatz von elektronischen Medien rückt weiter in den Vordergrund, während die Einsatzhäufigkeit klass. Kommunikationsinstrumente abnimmt. Die Langfassung umfasst den 8-seitigen Originalartikel aus der ZfO.

zfo_6_2002_Bernecker_Reiß.pdf